Urlaub im Nationalpark Harz


Wernigerode

Herrmann Löns schwärmte 1907 von der „bunten Stadt am Harz“, und ist seit der Beseitigung der innerdeutschen Grenze ein Schmuckstück geworden. Fachwerkhäuser aus vier Jahrhunderten, das Schloss und ein weltbekanntes Rathhaus gehören zu den gut erhaltenen Kunst- und Kulturschätzen. Bunte Balken und reiche schnitzereienerfreuen das auge am Marktplatz und an den umliegenden Gassen. Dabei ist die fast tausenjährige Stadt, an der Kreuzung zweier Handelswege entstanden, nicht von Feuer und Zerstörung verschont geblieben. Den Wohlstand des Mittelalters mit Tuch und Lederhändlern und Brauereien hat sie nicht wieder erreicht. Erst mit den Industriebetrieben im 19. Jhd. begann ein neuer Aufschwung. der Anschluß an die Eisenbahnlinie nach Halberstadt 1872 und 1898 an die Harzquerbahn und Brockenbahn ermöglichte einen nennenswerten Harz Urlaubs Verkehr. >>Tipp Glasmanufaktur Derenburg


Goslar

Auf einem Quadratkilometer Goslar stehen 168 Bauwerke aus dem Mittelalter und 1000 Häuser in der Altstadt unter Denkmalschutz. Trotzdem ist Goslar kein Museum, weil etwa 9000 Menschen diese schöne Alstadt bewohnen, in ihr arbeiten und Handel treiben. Die historische Altstadt und die Bergwerksanlagen am Rammelsberg mit ihrer 1000 Jahre alten Bergbaugeschichte hat die UNESCO schon 1992 in der iste des welterbes aufgenommen. Der Forscher Alexander von Humboldt hatte Goslar wegen seiner lückenlosen Schichtenfolge vom erdaltertum bis zu den jüngsten Ablagerungen und vielen Bodenschätzen als klassische geologische Quadratmeile bezeichnet. Und in der Kaiserpfalz, dem größten weltlichen Bau der deutschen Romanik, bezogen Deutschlands Wanderkaiser am Harz Quartier. >>Tipp: Maltermeisterturm- von dieser Ausflugsgaststätte, 419m oberhalb Goslar gelegen, hat man einen schönen Blick auf die Stadt. Das Lokal serviert einheimische Küche.

Burg Falkenstein

Nach 19 km durch das Selketal kommt man zur letzten Station, der Burg Falkenstein. Sie liegt mitten im Wald auf einem Felssporn wie in einem Märchen.Auf dreieckigem Grundriss ist die Burg von 1120 bis 1180 im Auftrag der Grafen von Konradsburg erbaut worden. Sie entschieden sich für einen neuen Stammsitz, nachdem sie ihre Burg bei Emsleben  einem Kloster überlassen hatten. Mit massiver Mauer und Bergfried, sieben Toren, fünf Zwingern und drei Gräben befestigt, ist sie nie zerstört worden. Aber es gab Veränderungen, so wurden im 15 Jhd. die Gebäude um den Innenhof aufgestockt und eine Burgkapelle wurde errichtet. Ende des 16 Jhd. machte August der I. die Burg zu einem Wohnschloss. Dabei kamen Fachwerkaufbauten dazu. Eike von Repgow (1180-1233) zeichnete hier den Sachsenspiegel auf (sächsische Gewohnheitsrecht), das erst 1900 vom bürgerlichen Gesetzbuch abgelöst wurde. In den Räumen, die als Museum eingerichtet sind, kann der Harz Urlauber alte Möbel, Jagdwaffen und Gemälde sehen.

Pullman City

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